Das kleine Autsch: Die Erfurter Sugaring Queen zaubert Lillie eine Intimfrisur

Es war einmal eine Lillie, die verrückt war auf das Leben und neugierig auf neue Erfahrungen… So könnte ein Märchen beginnen. Naja, ein Märchen war es nicht, der Besuch bei der Sugaring Queen, doch auch kein Albtraum. Aber von Anfang an.

Lillie ist nun schon so alt geworden und möchte noch so viel erleben. Was als Nächstes? Ganz klar. Eine Intimfrisur. Ich gehe zu Heike, die alles enthaart, was Haarwurzeln hat. Außer den Intimbereich bei Männern, sagt sie mir, als ich ankomme, und lächelt. Dann erfahre ich auch gleich, dass 98% der Frauen unter 30 „dort unten“ haarlos sind, ganz und gar ohne was. Hm, das hätte ich jetzt nicht gedacht, aber ich bin ja auch leicht über 30.

Das Schloss der Sugaring Queen (d.h. ihr Studio) liegt mitten in der Burg (d.h. dem Innenstadtbereich) und glänzt wie Gold (d.h. alles ist super sauber und ordentlich). Heike hat eine angenehme und ruhige Stimme, macht nicht viel Federlesen und sagt, dass ich mich hinlegen und entspannen soll, sie wird mir schon alles erklären. Ich atme beruhigt aus, unter ihren Händen fühle ich mich sicher. Dabei hatte ich gedacht, sich enthaaren zu lassen, fühlt sich an wie eine Kombination von Bohren beim Zahnarzt und Untersuchung beim Frauenarzt. Wird schon nicht so schlimm sein, denke ich. Heike desinfiziert. Heike pudert. So weit so gut. Oh, was ist denn das schönes Warmes? Und bevor ich darüber nachdenken kann, macht es auch schon ratsch und der erste Hautstreifen ist haarlos. Autsch! Großes Autsch.

Die Queen bezuckert und bezaubert mich weiter, erklärt mir die Zusammensetzung des klebrigen Haarzuckers („alles natürlich, Wasser, Zucker und Zitronensaft, kann man quasi essen“), und ratsch. Autsch. Sie beruhigt mich („alle schwitzen hier, aber schieben wir es mal auf die Maske“). Sie erklärt, was sie macht. Und ratsch. Autsch. Ein Zauberspruch („schon fertig“). Leider nur die eine Seite. Und nur vorn. Heike hört nicht auf zu lächeln. Ich komme runter. Schlimmer wird‘s sicher nicht.

Neue Strategie. Lillie fragt die Königin aus und lenkt sich damit ab.

Wie oft muss man das machen? „Nur alle paar Wochen.“

Ist es gut für die Haut? „Ja, und es gibt keine Stoppel und keine Verletzungen durch den Rasierer. Und wenn man einen ordentlichen Rasierer nimmt und die Klingen oft wechselt, kostet das ja auch eine ganze Menge.“ Logisch, denke ich, da hat sie recht. Ratsch. Autsch. Triumphierend hebt Heike den Zuckerklumpen an. „Siehste, alles kommt mit Wurzel raus, und es wächst nur zart und flaumig wieder nach.“

Wie alt ist die Methode? „Tausende von Jahren.“

Und besser als Wachsen? „Definitiv, Wachs kann jeder. Für Sugaring braucht man etwas mehr Erfahrung und Technik.“ Ratsch. Autsch.

Wie viele Frauen wollen eine Haarentfernung im Intimbereich? „Ich mache 75% meiner Arbeitszeit nichts anderes. Und nicht nur im Sommer wie bei den Beinen oder den Achseln. Ich hatte Frauen zwischen 25 und 75, auch Hochschwangere. Dieser Körperteil hat immer Saison.“ Jetzt grinsen wir beide. Ratsch. Autsch. Ich grinse nicht mehr. Und warum man sich kurz vor dem Gebären eine Intimfrisur machen lassen muss, entzieht sich meinem Verständnis. Na ja. Jetzt muss ich mich auf der Liege rumdrehen. Desinfizieren, pudern, entspannen. Geht jetzt schon viel besser.

Kommen auch Männer? „Ja, viele. Aber nicht alle kommen wieder. Die haben doch ein anderes Scherzempfinden als wir Frauen.“ Die Armen. Ratsch. Nur kleines Autsch an diesen Stellen.

Und nach 20 Minuten ist Heike dann fertig. Sie desinfiziert wieder, eine Pflegecreme hier und da, dort noch ein bisschen mit der Pinzette nacharbeiten. Mini-Ziep. Mini-Autsch. Sie ist genau und stolz auf ihre Arbeit. Und schon kann ich wieder aufstehen. Ich bin megaerleichtert und irgendwie euphorisch. Das ich das geschafft habe! Vorhin hatte ich noch überlegt, ob ich absage. Jetzt bin ich stolz auf mich.

„Weißt du, Lillie, es ist wie mit dem Kinderkriegen. Wenn man dabei ist, tut es weh. Aber nach ein paar Wochen hat man doch wieder Sex. Und kann sich auch wieder vorstellen, noch ein Kind zu bekommen. So ist es mit dem Sugaring. Auf der Liege autsch, aber wenn ich fertig bin, merkst du schon fast nichts mehr.“ Zauberhafte Sugaring Queen. Wie hat sie das nur geschafft, mich in 20 Minuten zum Grinsen, zum Lachen, zum Nachdenken zu bringen und mich fast nebenbei noch zu enthaaren? Ganz bestimmt komme ich wieder in ihr Reich. Und dann ganz ohne Angst. Bei ihr sei noch niemand von der Liege gesprungen und hätte geschrien. Na ja, ein Mann hat mal geweint.

Nur gut, dass ich keiner bin. Aber mal sehen, was der Liebste morgen dazu sagt. Vielleicht hat der dann vor Begeisterung Tränen in den Augen.

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Und die Sugarin Queen selbst findest Du hier: https://www.sugaringqueen.de und auf Instagram und Facebook

Foto: SugaringQueen Erfurt

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